Pacific Remote Islands Marine National Monument

US-Präsident Barack Obama vergrößert Meeresschutzgebiet

Es scheint ein Faible von aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten zu sein, ökologisch bedeutende Fußabdrücke im Meeresschutz zu hinterlassen. US-Präsident Barack Obama vergrößert das in der Nähe von Hawaii im südzentralen Pazifik gelegene Pacific Remote Islands Marine National Monument Schutzgebiet um fast das Neunfache. Es wäre damit das größte Meeresschutzgebiet der Welt. Eingerichtet hatte es sein Vorgänger George W. Bush.

Obama macht seinen bedeutsamen Wurf im Meeresschutz bereits zur Mitte seiner letzten Amtszeit. Während es bei George W. Bush eine der letzten Amtshandlungen war. Er hatte das damals weltweit größte Meeresschutzgebiet rund um US-Besitzungen im Südpazifik im Januar 2009 ausgerufen.

Bush stellte ein Gebiet von der Größe Spaniens unter Schutz

Spinnerdelfine sind häufig zu finden im Pacific Remote Islands Marine National Monument.

Foto: Steven Leeuw/pixabay

Zu den von Bush eingerichteten drei Reservaten mit einer Fläche von 500.000 km2 gehören neben dem “Pacific Remote Islands Marine National Monument” das “Marianas Trench Marine National Monument” und das “Rose Atoll Marine National Monument”.

Die Schutzzonen umfassen den 2400 km langen Marianengraben mit dem tiefsten Punkt der Erde. Außerdem Inseln der Nördlichen Marianen, das Rose-Atoll in Amerikanisch-Samoa und eine Kette abgelegener Inseln im Zentralpazifik, die sogenannten Remote Islands.

Obama übertrumpft Bush und vergrößert Pacific Remote Islands Marine National Monument

Das für den Erhalt der Biodiversität in den Meeren erfreuliche Muskelspiel der beiden US-Präsidenten führt dazu, dass sich das Schutzgebiet von knapp über 225.000 km2 auf eine Größe von 1.282.534 km2 vergrößerte.

Millionen für den Meeresschutz

Als flankierende Maßnahmen will die US-Regierung zusätzlich noch umgerechnet gut 75 Millionen Euro für den Schutz der sensiblen Küstenregionen bereitstellen. Der entsprechende Erlass könnte bereits Ende 2014 in Kraft treten, falls der zu erwartende Widerstand der Fischereilobby das Ganze nicht doch noch zu Fall bringt.
Foto oben: U.S. Fish and Wildlife Service

Farreid-Glas-Schwämme im Pacific Remote Islands Marine National Monument.

Farreid-Glasschwämme in 2.360 Metern Tiefe. Im Hintergrund sieht man Iridogorgia- und Bambuskorallen. Foto: NOAA Office of Ocean Exploration and Research. 2017 Laulima O Ka Moana.

 

Deep Wonders of Wake: Exploring the Pacific Remote Islands Marine National Monument

From July 27 through August 19, NOAA and partners conducted a telepresence-enabled ocean exploration cruise on NOAA Ship Okeanos Explorer to collect critical baseline information in and around the Wake Island Unit of the Pacific Remote Islands Marine National Monument.

Stumpfnasen-Sechskiemerhai in der Tiefsee, Pacific Remote Islands Marine National Monument.

Sixgill Shark: Sechskiemerhaie sind ursprüngliche Tiefseehaie. Sie zeichnen sich durch sechs Kiemenspalten auf jeder Kopfseite aus. Damit unterscheiden sie sich von allen anderen Haien. Foto: NOAA Office of Ocean Exploration and Research, Deepwater Wonders of Wake.

 

MPA Pacific Remote Islands Marine National Monument

Karte Pacific Remote Islands Marine National Monument.

Quelle: NOAA