Revillagigedo-Archipel

Refugium für Walhaie, Mantarochen und Delfine: Mexiko erklärt Revillagigedo-Archipel zur Schutzzone. Die zur Welterbe-Liste der UNESCO zählende Revillagigedo-Inseln vor der Westküste Mexikos werden zum größten Natur- und Meeresschutzgebiet von Nordamerika. Künftig sind in dem aus vier unbewohnten Vulkaninseln bestehenden und sich über 420 km erstreckenden Archipel Fischereiaktivitäten verboten. 2016 nahm es die UNESCO das Archipel in ihre Welterbeliste auf.

Inselgruppe ist für ihren Artenreichtum berühmt

Fleckendelfin im Revillagigedo-Archipel.

Fleckendelfin – Foto: Wolfgang Zimmel/pixabay

Das mexikanische Umweltministerium kündigte zudem an, dass auch Hotels auf der Inselgruppe mit ihrer Landfläche von 157 km² verboten werden. Denn die etwa 400 Kilometer vom Badeort Cabo San Lucas (Bundesstaat Colima) an der Südspitze der Baja California entfernt liegenden Inseln (San Benedicto, Socorro, Roca Partida and Clarión) sind für ihre Artenreichtum bekannt. Neben vielen bedrohten Arten leben auch seltene Reptilien- und Seevogelarten auf den Inseln.

Für Wale, Delfine, Walhaie, Mantarochen sind die umliegenden Gewässer ein wichtiger Rückzugsraum. Wegen seiner ungewöhnlich reichhaltigen Artenvielfalt bezeichnet man die Inseln auch als Mexikos  “kleines Galapagos” bezeichnet.

Von den 366 hier heimischen Fischarten kommen 26 nur hier und sonst nirgendwo vor. Sie sind endemisch.

Wie bei anderen Schutzgebieten auch, hängt der Erfolg der Schutzzone von Kontrollen und Überwachung ab. Piratenfischer scheren sich nicht um Vorschriften, seien sie auch noch so streng. Dehalb überwacht die mexikanische Marine das Gebiet.

MPA Revillagigedo-Archipel

Karte des Revillagigedo Archipels.

Quelle: The Pew Charitable Trusts