Neuseeland: Oberster Gerichtshof untersagt Tiefseebergbauprojekt

Anfang Oktober verbot der Oberste Gerichtshof Neuseelands ein gigantisches Tiefseebergbauprojekt vor der Küste des Landes. In dem Urteil bestätigt der Gerichtshof, dass der geplante Abbau zu gefährlich, zu riskant und zu umweltschädlich ist. Das Offshore-Bergbauunternehmen Trans-Tasman Resources (TTR) wollte in der South-Taranaki-Bucht 35 Jahre lang jährlich bis zu 50 Millionen Tonnen Eisensand vom Meeresboden fördern. Dabei hoffte man, etwa 5 Millionen Tonnen Eisenerz zu gewinnen. Anschließend wollte man den Rest, also mindestens 45 Millionen Tonnen nicht ergiebigen Sandes, wieder im Meer verklappen. -> WEITERLESEN <-

Rohstoffe in der Tiefsee: Europa am Scheideweg

Die EU soll in ihren Gewässern den Abbau von Rohstoffen in der Tiefsee verbieten und sich weltweit für ein Moratorium einsetzen. Dies fordert der europäische Meeresschutz-Dachverband „Seas At Risk“, dem auch wir angehören, mit seinem neuen, umfassenden Report „At a crossroads: Europe’s role in deep sea mining“. Auf 88 Seiten analysieren die Autoren die Rolle der EU, ihrer Mitgliedstaaten, des Vereinigten Königreichs und Norwegens bei der Ausbeutung von Meeresbodenschätzen. Außerdem soll sich die EU verbindliche Ziele zur Reduzierung des „Material Footprints“ (Ökologischer Rucksack*) setzen. Denn nur so ließe sich auch der Primärverbrauch von im Zuge der Umstellung auf E-Mobilität stark nachgefragten Rohstoffen (Lithium, Nickel oder Kobalt) drastisch reduzieren.

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Wissenschaftler schlagen Alarm

Droht der Tiefsee ein ähnliches Schicksal wie den brasilianischen Regenwäldern?

Geht es nach Plänen der Internationalen Meeresbodenbehörde (International Seabed Authority/ISA), dann wird es in weiten Teilen der Tiefsee bald aussehen wie im Braunkohlentagebau Garzweiler II. Denn die ISA hat bereits 30 Tiefseebergbau-Explorationslizenzen für Millionen Quadratkilometer erteilt. Sie liegen im Indischen, Atlantischen und Pazifischen Ozean. Nun drängen Investoren, wie das kanadische Unternehmen DeepGreen Metals, darauf, die Verhandlungen rasch zum Abschluss zu bringen. -> WEITERLESEN <-

Massiver Artenverlust durch Tiefseebergbau

Gemeinsam mit einem internationalen Team haben Senckenberg-Wissenschaftlerinnen die Auswirkungen von Tiefseebergbau – wie den Abbau von Manganknollen – auf die Artenvielfalt am Meeresboden untersucht. Sie zeigen, dass auch 26 Jahre nach einem Tiefseeabbau ein erheblicher Artenverlust vorhanden ist. Betroffen sind insbesondere filtrierende Tiere und andere bodenlebende Organismen. Noch über zwei Jahrzehnte nach dem Abbau bleiben knapp 80 Prozent dieser Arten verschwunden. Die Studie erschien im Fachjournal „Biogeosciences“. -> WEITERLESEN <-