Mittelmeer-Mönchsrobben: Verhaltenstipps

Verhaltenstipps für Begegnungen mit Mittelmeer-Mönchsrobben in freier Wildbahn

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist die einzige Robbenart im Mittelmeer. Sie gehört zu den zwölf weltweit am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten und steht unter strengem Schutz. Während sie in der Adria als ausgestorben gilt und Einzeltiere nur sehr selten gesichtet werden, lebt in griechischen Gewässern mit rund 300 Tieren die größte Population. Damit eine Begegnung in freier Wildbahn für Mensch und Tier sicher bleibt und die Robben nicht gestört werden, sind folgende Verhaltensregeln zu beachten.

Grundsätzliches bei Begenungen mit einer Mönchsrobbe

  • Bitte immer einen Mindestabstand von 30 m zum Tier einhalten.
  • Ruhig bleiben und hektische Bewegungen vermeiden.
  • Nicht anfassen, nicht füttern.

Egal ob im freien Wasser oder in einer Höhle oder Grotte: Ziehen Sie sich bei einer Begegnung mit einer Mönchsrobbe immer zurück.

Höhlen/Grotten

Mönchsrobbe.

Foto: Jürgen und Edith Fleissner

Bei Begegnungen in einer Grotte oder Höhle nicht weiter vordringen, da sich die Robben, insbesondere Weibchen mit Nachwuchs, bedrängt fühlen und aggressiv reagieren können. Bewegen Sie sich vorsichtig an der Höhlenwand zurück Richtung Ausgang, sodass der Höheneingang stets frei bleibt und die Robbe notfalls flüchten kann.

Im Boot

Das Boot bei Sichtung einer Robbe anhalten und warten, bis sie sich entfernt hat.

An Land

Mönchsrobben sind mitunter auch an Land anzutreffen, wo sie sich gern einmal ausruhen. Nicht mit Wasser bespritzen! Beobachten nur aus versteckter Position.

Sichtungsdaten Kroatien und Griechenland

Wissenschaftler in Kroatien und Griechenland sind an Ihrer Sichtung interessiert: Fotos sowie Angaben zu Anzahl, Sichtungsort, Sichtungszeit, Größe, Farbe, Verhalten und sonstige Einzelheiten liefern wichtige Erkenntnisse für einen besseren Schutz.

Wohin mit Ihren Sichtungsdaten?

Fotos und Beobachtungsdetails können Sie gerne an uns senden (info[at]stiftung-meeresschutz.org). Wir leiten Ihre Beobachtungsdaten weiter. Oder Sie senden sie direkt an die unten genannten Organisationen in den jeweiligen Ländern.

Kranke, verletzte, tote Mönchsrobben

Finden Sie ein krankes, verletztes oder totes Tier, dann kontaktieren Sie bitte direkt die unten angegebenen nationalen Organisationen.

Kroatien

Hier sind die Tierärzte der Tierärztlichen Fakultät der Uni Zagreb zuständig. Meldungen können über die von ihnen entwickelte App CroDolphin Little gemacht werden. Dort werden nicht nur Sichtungen von Delfinen, sondern von allen Meeressäuger gesammelt (Englisch, Kroatisch).

Sichtungs App Kroatien - CroDolphin Little auf Google Play.

Die kostenlose Meeressäuger Sichtungs App Kroatien – CroDolphin Little auf Google Play.

Meeressäuger Sichtungs App Kroatien - CroDolphin Little im App Store.

Die kostenlose Meeressäuger Sichtungs App Kroatien – CroDolphin Little im App Store.

Verletzte, kranke Tiere bitte melden an: (00385) 112

Anders als in Deutschland ist dies in Kroatien eine allgemeine Rufnummer für Hilfegesuche jeglicher Art.

Von dort aus werden die zuständigen Stellen informiert.

 

 

Griechenland

Logo Hellenic Society for the Study and Protection of the Monk SealDie Organisation MOm/The Hellenic Society for the Study and Protection of the Monk Seal hat auf ihrer Website bietet einen Sichtungsbogen, den man online ausfüllen kann (Englisch, Griechisch):

MONK SEAL SIGHTING REPORT

Türkei

Logo SAD-AFAG Kontaktdaten zum Melden von verletzten, kranken oder toten Tieren:

SAD-AFAG
E-Mail: afag@sad.org.tr
Tel.: +90 312 230 3520
Fax: +90 312 230 3523
GSM: +90 533 488 5858 (AFBIKA Mediterranean Seal Information & Rescue Network)

Foto oben: Jürgen und Edith Fleissner


Rücksichtslose Touristen vertreiben Mönchsrobbe

Trifft man auf eine Mönchsrobbe an Land empfiehlt es sich, sich vorsichtig zurückzuziehen. Die Menschen auf dem Video verhalten sich rücksichtslos und falsch. Derartiges Verhalten ist strafbar!