Tourismus – Schifffahrt

Gemessen am Zerstörungspotential des Trios aus Klimakatastrophe (steigende Meerestemperaturen und Meeresspiegel, Versauerung), Überfischung (direkte Vernichtung der Artenvielfalt) und Vermüllung (Plastikabfälle, toxische Gifte, kommunale und landwirtschaftliche Abwässer) scheinen Tourismus und Schiffahrt mit eher weniger dramatischen Auswirkungen auf die Meere verbunden zu sein. Doch das täuscht. Beide befeuern das tödliche Trio. Sie tagen erheblich zum Ausmaß der Biodiversitätskrise bei.

Seit 1992 hat die Seeschifffahrt weltweit um über 300 % zugenommen. Damit stieg auch der Anteil der Schifffahrt (inkl. Kreuzfahrtschiffen) an den weltweiten Treibhausgasemissionen (von 2,76 % im Jahr 2012 auf 2,89 % im Jahr 2018). Die internationale Handelsflotte besteht aus fast 100.000 Schiffen. Sie sind das Rückgrat der internationalen Warenströme. Es herrscht ein harter Wettbewerb. Da wurde lange Zeit keinerlei Rücksicht auf die Umwelt genommen.

Mittlerweile hat ein Umdenken eingesetzt. Im April 2018 beschloss die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO), die Menge der Treibhausgasemissionen in der Seeschifffahrt bis zum Jahr 2050 im Vergleich zu 2008 zu halbieren. Dabei sollen CO2-Emissionen bis 2050 bereits um 70 Prozent sinken. Ein ambitionierter und teurer Plan.

Tourismus konzentriert auf Küstenregionen und Kreuzfahrtschiffe

Bei den Tourismus-Folgen für die Meere z. B. durch den extrem umweltschädlichen Kreuzfahrt-Tourismus kommen wiederum landbasierte Auswirkungen durch den Druck auf massentaugliche Urlaubsregionen hinzu. Meist betrifft dies Küstenregionen wie Nord- und Ostsee oder das Mittelmeer. Vor der Coronapandemie besagten Prognosen, dass sich der Tourismus bis 2030 zur weltweit führenden Meeresindustrie entwickeln würde.

Beim Wildtier-Tourismus wird oft rücksichtslos auf Kosten von in diesem Segment beliebten Meerestieren wie Delfinen, Walen oder Walhaien vorgegangen. Dies hat direkt negative Folgen für die betroffenen Populationen.

Anderseits bietet nachhaltiger, sanfter Tourismus einen wesentlichen Anreiz für Küstenstaaten und die lokale Bevölkerung artenreiche Küstenökosysteme zu schützen oder wieder aufzubauen. Dafür setzen wir uns ein!

Meeresretter werden!

Direkte Auswirkungen der Seeschifffahrt

Neben den indirekt wirkenden negativen Folgen der Schifffahrt haben immer größere und schnellere Frachter und Kreuzfahrtschiffe auch ganz direkt wirkende Nachteile für die Meeresumwelt. Dazu zählen:

  • Lärmbelastung (Propeller, Motoren, andere Schiffsgeräusche);
  • Verschmutzung durch Abgase und illegale Einleitungen von Abwässern und Müll;
  • Einschleppen fremder Arten durch Anhaftungen am Schiffsrumpf oder durch das Ballastwasser;
  • Eintrag von Umweltgiften durch giftige Antifouling-Anstriche;
  • Kollisionen mit großen Meeressäugern

Seegras-Renaturierung↗

Als Urlauber in der kroatischen Adria können Sie dabei helfen, Seegraswiesen zu erhalten. Seegras schützt das Klima und die Artenvielfalt!

Weniger Plastik im Alltag ↗

Man kann mit viel weniger Plastik im Alltag auskommen – auch im Urlaub! Es ist ganz einfach und tut auch nicht weh.

Urlaub am Meer – Aktionstipps ↗

Beim Urlaub am Meer, an Küste und Strand oder beim Whalewatching kann man durch richtiges Verhalten viel zum Schutz der Meeresumwelt und der Meerstiere beitragen. 

Endlich Urlaub am Meer?

Orca-Angriffe auf Segelboote

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Doch noch einmal Walfang in Island

Voraussichtliche Lesedauer: 6 Minuten Eigentlich sollte der kommerzielle isländische Walfang bereits in diesem Jahr nicht mehr stattfinden. Das jedenfalls hatte die isländische Regierung im Sinn. Doch es kam anders. Auch in diesem Jahr sterben Finnwale…

Meerestiere in der Adria 2021

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